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Point Break, ein adrenalinloses Remake

Point Break mit Patrick Swayze und Keanu Reeves ist ein Film für Action-Liebhaber, kein wirklich guter Film aber ein Film den man immer wieder gerne sieht, auch weil er sehr unterhaltsam ist, das Remake ist es nicht

Hollywood, in dem verzweifeltem Versuch, aus alten Filmen wieder Geld zu machen, hat beschlossen auch diesen Film einem remake zu unterziehen. Dies obwohl The Fast and the Furious im Grunde genommen schon eines war. Nun gut jetzt haben wir den Salat.

Die Figuren sind die selben, die Geschichte im grossen ganzen auch und ich werde diese hier nicht rezitieren, lieber empfehle ich das Original zu sehn.  Ein Film von Kathrin Bigelow welche später für The Hurt Locker einen Oscar bekommen hat.

Point Break das Remake ist ein Extreme-Sport Werbefilm welcher mit schauspielern bestückt ist die kein Charisma besitzen und eine Story die nur dazu dient den nächsten Stunt zu rechtfertigen. Man mag vom Original halten was man will, aber Keanu Reeves als Johnny Utah und speziell Patrick Swayze als Surf-Guru Bodhi hatten Charisma und das machten gewisse Charakter-Entscheidungen auch nachvollziehbar. Beim Remake habe ich beim besten Willen keine Ahnung warum Johnny Utah sich von Bodhi so angezogen fühlt, da dieser wie eine Schlaftablette wirkt.

Die Stunts sind schön anzusehen aber mit belanglosen Figuren bleibt es beim zusehen. Da das mitfiebern mit den blassen Figuren nicht möglich ist fehlt es dem Film auch an Intensität und die Actionszenen wirken adrenalinlos, etwas was dem Original sehr gut gelang, man erinnere sich nur an die 10 Minuten Verfolgungsjagd zu fuss.

Der Gipfel des Filmes war das Ende, und hier nun eine Spoiler Warnung für das Original wie auch für das Remake.

Im Original möchte Bodhi, der auf der Flucht ist, sein Jahrhundertsturm erleben und die Wahnsinnswelle reiten, auch wenn ihn das sein leben kosten wird. Utah jedoch ihn aufgespürt und will ihn wegen Banküberfällen und Mord verhaften. Es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden am Strand in welcher Bodhi wiederholt erklärt was ihm dieser Wellenritt bedeutet. Sie prügeln sich und nur wiederwillig, mit dem wissen das Bodhi diesen Ritt nie überleben wird und ein Mensch wie Bodhi in einem Gefängnis zu Grunde gehen würde, lässt Utah ihn gehen. Im Remake fliegt Utah zu Bodhi auf das Meer hinaus welcher auf einem kleinen boot auf die Wellen wartet. Dort verlangt Utah von Bodhi das dieser mitkommen solle. Dieser lehnt ab mit der Begründung er will diese Welle hier reiten und Utah zieht sofort wieder ab. Wo ist der Konflikt und die Auseinandersetzung dieser zwei Figuren? Nirgends, Utah akzeptiert sofort. Nun Bodhi stirbt in den riesigen Wellen und Utah vergnügt sich anschliessend beim Extreme-Snowboarden. Was folgt sind unbeschreibliche 15 Minuten Endcredits!